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Corporate Blog der Christlichen Kooperationsbörse

1 jagt 1.000

“Einer von euch jagt tausend; denn der HERR, euer Gott, streitet für euch, wie er euch zugesagt hat. Darum achtet ernstlich darauf um euer selbst willen, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebhabt. ” (Josua 23:10-11, Revidierter Luthertext)

sxc-v3546Die ersten fünf Worte Josua’s klingen wie eine Inspiration für Supermann und viele andere Actionfilme aus Hollywood, in denen der Held eigenhändig einen massiv überlegenen Feind ausschaltet. Josua machte den Israeliten jedoch unmissverständlich klar, dass das Unmögliche möglich zu machen (V 10a) Gottes Eingreifen erfordert (V 10b), was wiederum von Israel’s enger Beziehung zum Herrn abhängt (V 11). Solche Begründungen werden in Action-Knüllern jedoch kaum zu hören sein. Das Hebräische Wort in V 11 als “liebhabt” übersetzt lautet ‘ahav und weist in diesem Kontext auf eine Bündnisloyalität hin. Das Geheimnis und die Vorraussetzung um schier unbezwingbare Feinde überwinden zu können hing demnach also von Israel’s Treue und Gehorsam im Bezug auf ihr Bündnis mit Gott ab.

In dieser Hinsicht hat sich für uns Christen bis heute nichts geändert. Allerdings haben wir Gottes Regierungschef, den Heiligen Geist, jetzt permanent in uns wohnen und können so direkt und persönlich im Namen des Königs-der-Könige geführt und angeleitet werden. Somit können auch wir erleben, wie Gott durch uns das Unmögliche möglich machen kann, solange wir nur gehorsam Seiner Führung folgen. Auch wenn es sich bei den gigantischen Feinden von heute kaum um physische Armeen handelt, erscheinen sie trotzdem unbezwingbar. Ein typisches Beispiel ist das monströse Geldsystem dieser Welt, das globales Chaos und Zerstörung verursacht. Trotz aller gegenteiliger Behauptungen von Wirtschaftsexperten und Bankern halte ich die Finanzkrise weder für überstanden noch unter Kontrolle, und das sich bedrohlich abzeichnenden Zerstörungspotential wird verheerend für die Zukunft von Individuen und Gesellschaften sein. 

Noch immer gibt es hektische Bemühungen von Regierungen, Banken und Finanzinstituten auf der ganzen Welt zur Abwendung des bevorstehenden Zusammenbruch unseres Finanzsystem, das Gott als Versorger des Menschen aus der Gleichung entfernt hat (Jer 2:13) und deshalb zum Scheitern verurteilt ist (Offb 18). Einen Zusammenbruch zu verhindern, indem die Belastung der einbrechenden Konstruktion auch noch erhöht wird, ist ganz einfach unlogisch. Genau das aber passiert überall auf der Welt mit der steigenden Versklavung von Individuen und Nationen durch ungehemmtes Verschuldungswachstum. Der Versuch, sich durch Vergrößerung des Sklaventreibers (Schulden) aus den Klauen der wirtschaftlichen Versklavung (Schulden) zu befreien, ist ein Widerspruch, der zum wirtschaftlichen Selbstmord führen muss. Und so haben wir es also sprichwörtlich mit echten Riesen zu tun, die bezwungen werden wollen.

Als einfache, Regierungs-wählende, Gesetz-einhaltende, Experten-vertrauende Bürger tun wir uns womöglich schwer auszumalen, wie wir jemals diese wachsende Bedrohung überwinden können, denn wir haben gewöhnlich ja weder Zugang noch irgendeinen echten Einfluss auf die Autoritäten dieser Welt. Und, je nachdem wo wir leben, scheint deshalb der Kampf gegen unentschlossene, ausweichende, lügende, irreführende, egoistische, machthungrige und korrupte Regierungen, ein destruktives Wirtschaftssystem, selbstsüchtige und ausbeuterische Institutionen, Unternehmen und Organisationen, die sich als helfende Diener ausgeben, und die Knechtschaft unter ein System, das unser Leben durch Furcht und Schulden kontrolliert, hoffnungslos. Ist er aber nicht! Jedenfalls nicht für treue, hingegebene Christen.

Fragt sich, wann wir endlich anerkennen, dass Gott klüger ist als wir (Spr 21:30), Seine Wege nicht unsere sind (Jes 42:24, Dan 4:37) und wir Ihm erlauben unser Gedankengerüst zu erneuern (Röm 12:2), damit wir Ihm beim Bau Seines Königreiches auf dieser Erde auch wirklich und effektiv zur Seite stehen können (Mt 6:9-10)?

Jeder Gläubige muss wissen, dass wir nicht Gott und dem Geld gleichzeitig diesen können (Mt 6:24). Folglich müssen wir uns vom repressiven und versklavenden Weltfinanzsystem, das angeblich all unsere Probleme lösen kann, befreien. Wer von ganzem Herzen dem Königreich Gottes dient (in all seinen Aktivitäten von dem motiviert ist, was Gott am Herzen liegt (nicht uns), und nach Seinen Weisungen handelt (nicht denen der Welt)), dessen Versorgung mit dem Lebensnotwendigen ist gesichert (Mt 6:33). Allerdings kann das unsere Kooperation in manchmal peinlich und merkwürdig erscheinenden Aufgaben erfordern, die menschlicher Logik und weltlicher Wirtschaftslehre widersprechen. Die Frage ist: Sind wir dazu bereit?

Tatsache ist doch, dass Gott noch nie von menschlicher Wirtschaftsintelligenz und -möglichkeiten abhängig war um Schwierigkeiten zu überwinden und irgendetwas zu bewerkstelligen. Israel’s Geschichte ist doch ein mächtiger Beweis dafür und zeigt wie einer bevollmächtigt werden kann 1.000 zu jagen! Wir können uns aber genauso gut Isaak anschauen, der in Dürrezeiten gehorsam säte und erntete (Gen 26), oder Israel’s Versorgung mit Nahrung während ihrer 40 Jahre in der Wüste (Ex), oder wie Elia die Witwe und ihren Sohn vor dem sicheren Hungertod rettete (1Kön 17), oder Jesus Wasser in Wein verwandelte (Joh 2), die 5.000 (Mk 6) und 4.000 (Mk 8) speiste, fällige Steuern vom Mund eines Fisches freisetzte (Mt 17), oder Petrus in den frühen Morgenstunden zum größten Fischfang seiner Karriere bewegte (Joh 21). Und das sind nur einige von vielen bemerkenswerten Begebenheiten, in denen Gott gegen jegliche menschliche Logik handelte.

Warum also schieben wir unsere begrenzte menschliche Intelligenz nicht einfach mal beiseite, schauen auf Ihn, nehmen Seine Weisheit bereitwillig an, vertrauen Ihm vollkommen, und wenden gehorsam Seine Prinzipien an um zu erleben wie unüberwindbare Feinde verjagt und bezwungen werden? Warum hören wir nicht endlich auf selbst Gott zu spielen und lassen Gott endlich wieder Gott sein?

Gottfried Hetzer

Hinweise: 
(1) Dieser Artikel spiegelt die Erkenntnisse, Gedanken und persönliche Meinung des Verfassers wider und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Bild: © stock.xchng (SXC)


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