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Geistliche Väter und Söhne, Mütter und Töchter – 2

Geistliche Väter und Söhne, Mütter und Töchter - 2Es beginnt in Kanada und Deutschland, dass die Väter/Mütter sich sammeln, beten, geistlich regieren und nach der mittleren Generation (Generation X) und nach der Jungen Generation Ausschau halten, um sie in Verantwortung zu rufen und einzusetzen. Diese Stabübergabe sollte getragen sein von Liebe, Geduld, Wertschätzung, Schutz und Freisetzung und Übertragung von Verantwortung und Gebet seitens der Väter/Mütter. Leider wird mit dieser Stabübergabe oft zu lange gewartet.

Es wäre wünschenswert, wenn die Väter/Mütter und die Söhne/Töchter ihr jeweiliges Fehlverhalten in der Vergangenheit als Schuld vor Gott und voreinander bekennen würden und an vielen Orten im Land ein neues Zusammenstehen der Generationen beginnen würde. Dies könnte sehr viel Gnade frei setzen und Flüche über dem Land (z.B. Stolz und Gottlosigkeit) entmachten.

Wir wünschen uns, neue Initiativen in diesem Bereich, Beispielsprojekte, Beispielsgemeinden, Erwachen von neuer Hoffnung und neuem Eifer bei den Jungen, Großzügigkeit und Weitherzigkeit bei den Väter/Müttern, offene Häuser der Väter/Mütter und Einladungen, die erfüllt sind von Freude und sich neu entdecken und lieben lernen, etwa so:

  • Wow, die sind echt cool und offen
  • Die sind ja ganz anders als ich dachte
  • Unser Treffen war echt bereichernd für beide Seiten

König David forderte seinen Sohn Salomon in Sprüche 4,5 auf: „Suche Weisheit und Verständnis“. Salomon bat Gott um Weisheit und bekam sie dann in besonderem Maße.

Wir alle brauchen einen oder mehrere Väter, die uns zeigen und lehren, wie man richtig lebt, die uns korrigieren und bestätigen, die uns warnen und schützen und die total in unser Leben hinein sprechen dürfen.

So ein Vater/Mutter, welche in das Leben von Söhnen/Töchtern hineinsprechen darf, kann auch gleichzeitig ein Sohn/Tochter sein, der einen geistlichen Vater/Mutter über sich hat. Wir alle sollten demütig sein und zugeben, dass wir väterliche-/mütterliche Begleitung (Liebe, Korrektur, Ermutigung, Weisheit, Lebenserfahrung) brauchen.

Öffnet euch – euer Herz, euer Leben, euer Haus, euren Geldbeutel, euren Mund für geistliche Vater-/Mutterschaft und öffnet euch ebenso als Söhne und Töchter für Beziehungen zu Vätern und Müttern. Sagt einander dass ihr euch braucht: „Ja, wir Väter/Mütter brauchen die leidenschaftlichen, wilden, eifrigen, kompetenten Söhne/Töchter. Wir brauchen eure Ergänzung, wir haben eine Sehnsucht, das an euch weiterzugeben was wir begonnen haben, was begrenzt ist, was ihr aber verbessern und weiterführen könnt.“

Wir erkennen, dass ihr die Generationen seid:

  • Die weiter zum Herzen Gottes vordringen wird, als wir je konnten
  • Denen Gott eine viel tiefere himmlische Anbetung gibt
  • Die frei ist von konfessionellen Begrenzungen
  • Die frei ist von einengender Tradition
  • Vor denen sich völlig neue Türen in der Medienwelt öffnen
  • Die unter eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes kommen wird
  • Die zu sehr radikaler und totaler Hingabe an Gott bereit ist
  • Die offen ist für ganz neue Gemeindeformen und für neue Formen von Evangelisation
  • Die offen ist, Jesus in ihrer Arbeits- und Berufswelt zu bezeugen und Gemeinde am Arbeitsplatz im Alltag zu leben
  • Die andere junge Menschen ohne große Hürden ansprechen und begeistern können
  • Die bereit sind, als Evangelisten und wenn nötig auch als Märtyrer in die Nationen zu gehen, um Jesus zu bezeugen

Es ist ein Vorrecht als geistlicher Vater oder Mutter erkannt zu werden.
Sie zeichnen sich aus, durch:

  • Ihr Auftreten, wo das, was sie sind, wichtiger ist als das, was sie tun
  • Obwohl sie andere anleiten als Mentor oder andere fördern als Coach, beinhaltet die Bezeichnung „Vater“ noch viel mehr
  • Ein Vater/Mutter opfert sich auf, um das Kind in sein volles Potential hinein zu bringen, damit es weit besser wird, als die Eltern je waren.
  • Väter/Mütter achten nicht auf ihren eigenen Vorteil, sondern wollen andere fördern und Reich Gottes bauen. Sie sind überglücklich, wenn die Lebensträume ihrer Kinder in Erfüllung gehen.
  • Echte geistliche Väter/Mütter sind ausgestattet mit Geduld und können über das Fehlverhalten ihrer Kinder hinwegsehen und das Potential erkennen, das Gott in ihre Kinder hineingelegt hat. So wie Jesus geduldig mit den Schwächen von Petrus umging und schon in ihm den zukünftigen Leiter und Fels erkennen konnte.
  • Echte geistliche Väter/Mütter sind mehr und mehr ihrem alten Ich (Selbst, Mangel, Geltungssucht, Ehrgeiz…) gestorben und leben aus der Liebe des Vaters und aus der Auferstehungskraft Jesu. Sie kennen ihre Vater/Mutter Rolle und Berufung, aber sie kennen und beachten auch ihre Schwächen und Stärken. Sie müssen nicht mehr ehrgeizig sein, nicht mehr eifersüchtig, besserwissend, machthungrig. Sie müssen nicht mehr recht haben, sich verteidigen und müssen sich auch nicht mehr in Konkurrenz beweisen. Sie sind beim Vater zur Ruhe gekommen und werden zunehmend Jesus ähnlicher.
  • Geistliche Väter/Mütter sind mehr darauf bedacht, die Gaben und Berufungen ihrer Söhne/Töchter zu fördern, als in eigenen Erfolgen gut dazustehen.
  • Wie der himmlische Vater den verlorenen und den eifersüchtigen, daheim gebliebenen Sohn voll Barmherzigkeit aufnahm, so lernen wir als geistliche Väter/Mütter immer mehr, andere voll Barmherzigkeit zu betrachten und zu behandeln.
  • Geistliche Väter/Mütter zeigen, dass der andere wichtig, wertvoll und geliebt ist. Söhne und Töchter brauchen Bestätigung, Anerkennung, Lob und Wertschätzung, um zu einer gefestigten Persönlichkeit reifen zu können.
  • Ein guter Vater/Mutter weiß zu unterscheiden, zwischen guter Erziehung und Bestrafung. Gute Erziehung fördert, baut auf, ermutigt, erklärt, während Bestrafung entmutigt, verdammt und die Persönlichkeit schwächt. Durch Bestrafung fühlt sich das Kind als Versager und verliert Hoffnung und Mut.
  • Gute Väter/Mütter sind Ermutiger und Persönlichkeitsbauer.
  • Gute geistliche Väter/Mütter haben „echte“ Zeit für ihre Söhne/Töchter und können die Zeitung weglegen und den Fernseher abschalten, wenn ihre Kinder ihre Aufmerksamkeit benötigen. Dies zeigt den Kindern, dass sie wichtig sind.
  • Gute geistliche Väter/Mütter nehmen sich auch besonders Zeit für ihre Kinder, zu einem besonderen Treffen oder zu einem gemeinsamen Programm (Ausflug, Sport, Projekt, Essenseinladung etc.)
  • Väter/Mütter geben Segen, Gebet, Schutz, Fürbitte, impartation, Information, Hingabe, Opfer, Beziehung, Finanzhilfe, Beratung, führen geistlichen Kampf. Deshalb sagt Paulus in 1.Kor. 4,15: „Ihr habt 10.000 Lehrer / Zuchtmeister, aber nicht viele Väter;…“
  • Gute geistliche Väter/Mütter sagen: „Überleg dir mal dieses…..“ oder „Ich empfehle dir…“, statt „Das geht so nicht“ oder „Wie kann man nur?“
  • Jesus sandte seine Jünger aus zu predigen und zu heilen, als sie noch unvollkommende Anfänger waren. Das heißt für Väter/Mütter: „Setzt die nächste Generation frei und traut ihnen etwas zu!“

Christoph Häselbarth

Bild: © stock.xchng (SXC)


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