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Im Willen Gottes leben – Im Alltag und im Berufsleben 1

Der Apostel Paulus weist in seinen Briefen immer wieder darauf hin, dass es zwei Lebensstile gibt, z.B. Röm8,5-13; Gal.5,16-26 u.a. Paulus schreibt dies an Christen – es betrifft auch uns!

1. Leben im Fleisch oder seelisch leben, vom Ich gesteuert leben d.h. wir sind zwar bekehrte Christen und haben einen neuen wiedergeborenen Geist, aber:

  • wir leben geistlich lässig
  • wenig Beziehung zu Jesus
  • wenig Gebet
  • wenig Wort Gottes
  • angepasst an weltliches Verhalten
  • getrieben von innerem Mangel
  • keinen inneren Frieden
  • nehmen Jesu Liebesgebot nicht ganz ernst
  • leben oft menschenbezogen und in einer gewissen Unabhängigkeit (d.h. in Stolz) von Gott
  • unser noch nicht gestorbener Mensch, unser dickes ICH sitzt auf dem Thron unseres Lebens

2. Leben aus und mit Jesus = Leben im Geist
Wir leben in einer tiefen, ständigen Herzensbeziehung zu Jesus, d.h. wir leben aus Jesus, durch Jesus – ganz auf Jesus bezogen und verhalten uns so, wie er sich auch verhalten würde.

Im Willen Gottes leben – Im Alltag und im Berufsleben 1Wir sind von Jesus und vom Heiligen Geist gesteuert. Jesus zu gefallen und nach seinen Weisungen zu leben, ist uns wichtiger, als alles andere. Wir trennen nicht mehr zwischen privat und Beruf, sondern in allem was wir tun, wollen wir sein Reich bauen und nach den Ordnungen des himmlischen Reiches leben.

Wir nehmen die Verheißungen der Bibel ernst und halten sie Gott vor, bis sie sich erfüllen, denn Gott hat sich an seine Verheißungen gebunden.

Wir leben z.B. konsequent nach Joh.15,7: „ …wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben…“, d.h., wir leben aus einer tiefen Jesusbeziehung und mit Verheißungen, die wie Blanko-Schecks Gebetserhörungen zusagen.

Leben aus Jesus ist das eigentliche, das erfüllte Leben. Wir leben nämlich nach Gottes Plänen und unter seiner Lebenssteuerung und nicht mehr nach unserem Gutdünken. Wir haben uns der Autorität und dem Plan Gottes mit uns völlig unterstellt. Geistlich ausgedrückt, wir sind aus einem Leben in Stolz und Rebellion herausgetreten, in ein Leben in Demut und Sanftmut.

Wir sind bemüht, alles was wir tun, am Willen und an den Ordnungen Gottes auszurichten. D.h., z.B. wir sind immer bemüht zu dienen und alles was wir tun, von Liebe durchdrungen sein zu lassen.

Leben aus Jesus heißt aber auch, dass wir unserer Autorität bewusst sind, die wir im Namen Jesu haben.

Christen leben leider oft Mischformen von Leben aus dem Fleisch, aus dem Ich nach eigenen Plänen und Vorstellungen – im Alltag.

Und dann, am Sonntag und bei bestimmten Anlässen bemühen sie sich um ein geistliches, Jesus bezogenes Leben, was jedoch nicht richtig funktioniert, weil wir damit Jesus missverstehen oder gar versuchen, ihn auszunutzen.

Für uns, bei diesem Seminar erhebt sich die Frage, wie könnte ein auf Jesus bezogenes Leben,
ein von Jesus gesteuertes Leben im Geist, in der Geschäftswelt aussehen?

Wir nennen hier biblische Anweisungen, jeder muss sehen und sich bemühen, sie im eigenen Umfeld umzusetzen:

  • Gebet um Weisungen Gottes für berufliche und betriebliche Entscheidungen – täglich Bitte um Weisheit
  • Bemüht sein, die Stimme Gottes zu hören – bemüht sein, die Arbeit, den Betrieb aus Jesus bezogen zu führen
  • Die Mitarbeiter ehren, heben, fördern aber von uns selbst und von den Mitarbeitern erwarten/fordern: Einsatz für den Betrieb (sich mit dem Betrieb identifizieren), Freundlichkeit, Liebe, Ehrlichkeit, Ermutigung, Pünktlichkeit
  • Einander und den Betrieb fördern, statt aus einer gegenpolitischen Position heraus agieren oder statt gar gegeneinander zu kämpfen.
  • D.h. wir können uns bemühen, einander mit Wertschätzung zu begegnen (einander höher zu achten als uns selbst), einander ehren, einander fördern.
    Zum Ausdruck bringen, dass man bemüht ist, im Betrieb biblische (christliche) Wert zu leben.
  • Unser Platz im Betrieb (als Betriebsleiter oder als Mitarbeiter) ist ein geistlicher Platz und wir sollten es zulassen, dass Gott im Betrieb (an der Schule, im Büro, im Krankenhaus) die Maßstäbe seines Reiches aufrichtet.
    Es ist dein Missionsfeld und dein Gemeindebezirk. Z.B. Josef im Gefängnis.
    Oder als Ehefrau könntest du durch (fasten u.) Gebet wie Esther Einfluss nehmen auf die Entscheidungen deines Ehemanns.
  • Bete regelmäßig (allein oder mit anderen Christen aus der Firma oder von außerhalb der Firma/Schule etc.) für die Angestellten, für die Aufträge, für das Betriebsklima, für die Zulieferer, für den Absatz, für die Gesundheit der Mitarbeiter, für Arbeitsfreude, für die Geräte und Maschinen, gegen Unfälle und Zwischenfälle und Pannen etc.
  • Es könnte sich bezahlt machen hauptamtliche, fest angestellte Beter im Betrieb einzusetzen, z.B. in Warenhäusern, besonders gegen Diebstahl.
  • Salbe die Maschinen mit Öl (2.Mo.40,9), erbitte Frieden und Gnade Gottes, Bitte stets um Weisheit, erbitte Innovationen und Kreativität und erbitte Leitung und Entscheidungen unter der Kraft und dem Wirken des Heiligen Geistes.
  • Prüfe, wie durch dein Geschäft/Firma Reich Gottes dargestellt oder voran gebracht werden kann. D.h. bring deine Beziehung zu Gott zum Ausdruck, durch deine Artikel, Räume, Geschäftsfreunde. Sei bemüht, Armen zu helfen, jungen Leuten Räume und Heimat zu bieten, Vater- und Mutterschaft zu leben.
    D.h., nutze dein volles Potential für das Reich Gottes, trachte zuerst nach dem Reich Gottes, so wird dir alles andere zufallen. Die Welt ist für christliche Werte und christliche Alternativen offener als wir denken.
  • Ob du in einer hohen oder niedrigen Position bist, sei immer bereit zu dienen. Jesus und die Apostel haben sich immer als Diener bezeichnet. Dienen ist der Highway zu Großem. Wer der Größte sein will, soll aller Diener sein. Jede große Aufgabe beginnt mit Bewährung als Diener.
  • Sei ständig bereit, für völlig neue Impulse, die Gott dir geben möchte – Gott ist ein Gott der Neuanfänge und göttlicher Innovationen – besonders Dinge, wo Bedürftigen gedient wird – z.B. ein sehr preisgünstiges, dienendes mit guter Musik und guten günstigen Literaturangeboten – Gott wird es dir an anderer Stelle wieder erstatten.
  • Gott gibt jedem einen bestimmten Samen – säe ihn aus und Gott gibt den Segen dazu – Gott wird unseren Samen 30, 60 und 100fältig Frucht bringen lassen.
  • Umarme den Ort und das Umfeld, in das Gott dich gestellt hat – Gott sieht dich dort als vollzeitlichen Diener.
  • Glaube nicht der Lüge, die Geschäftswelt / Berufswelt sei böse, korrupt, voller Sünde, völlig unbiblisch. Herausragende biblische Gestalten hatten sehr viel mit der Geschäftswelt zu tun.
  • Jesus und seine Jünger kamen aus der Geschäftswelt. Sie wurden von wohlhabenden Geschäftsfrauen gesponsert.
  • Die Resourcen der Reichen sollten dazu dienen, dem Mangel der Armen abzuhelfen. Das setzt Gottes Gnade, Gunst und Erweckung frei. Gott wünscht sich materiellen Ausgleich.
    Als „Wohlhabender“ sollten sie sich einen Betrag vornehmen, den sie brauchen, um ein gutes Leben zu führen. Alles was sie mehr haben, sollte dem Reich Gottes und den Armen zufließen. Wenn wir (im Kleinen wie im Großen) nach diesem Prinzip leben, wird unser Geschäft beneidenswert wachsen.

Wenn die Wohlhabenden überlegen (d.h. sie tun den ersten Schritt), wie sie Ärmeren in ihrem Umfeld helfen können, z.B. Kredite abzuzahlen oder helfen ein neues Auto zu finanzieren (s. Eph.4, 26-30)

  • Findet ein Ausgleich statt
  • Wird Menschen geholfen in geistlicher und materieller Freiheit zu leben
  • Wird Liebe Jesu sichtbar
  • Bricht Reich Gottes an
  • Wird auf Transformation (der Stadt) hingewirkt
  • So erfüllt sich 2.Chr.7, 14 und Gott wird das Land heilen

Christoph Häselbarth

Bild: © stock.xchng (SXC)


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