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Wirtschaftskrise ist Vertrauenskrise

Ein wichtiges Thema, das wir schon lange kennen, aber immer wieder zur Seite schieben ist die  Tatsache, dass nicht nur unsere Wirtschaft sondern unser gesamtes Gemeinwesen auf Vertrauen beruht. Unsere derzeitige Wirtschaftskrise wird immer wieder als „Vertrauenskrise“ beschrieben.

Unsere Haltung zum wirtschaftlichen Handeln muss sich grundlegend erneuern. Es muss uns gelingen, Vertrauen zurückzugewinnen. Vielleicht ist das sogar die wichtigste Führungsaufgabe der Zukunft. Aber wie? Lehrbücher über Wirtschaft, Management und Führung verlieren ja kaum ein Wort darüber.

Anderen Menschen vertrauen werde ich nur, wenn ich mir selbst vertrauen kann. Selbstvertrauen in sich selbst und in die eigenen Fähigkeiten (und Werte!) ist aber eine Frage der richtigen Balance: Begrenzt nach oben und begrenzt nach unten: Es ufert nicht aus in Selbstüberschätzung und Überheblichkeit und schrumpft auch nicht zusammen mit Selbstzweifel und Selbstwertverlust. Ein derart ausbalanciertes und deshalb intaktes Selbstvertrauen war immer schon die wichtigste Führungsqualität.

Denn nur so entsteht Gewissheit des Weges und Gewissheit des Auftrags. Weil diese Gewissheit in Krisensituationen aber immer wieder mal bedrängt werden kann, muss dazu jedoch eine Art innerer Geborgenheit kommen.  Genau hier begegnen sich jedoch Selbstvertrauen und Gottvertrauen. Denn nur der, der mich gemacht und begabt hat, kann mir helfen, immer wieder der zu werden, der ich sein soll.“

Autor: Dr. Siegfried Buchholz

Bild: © stock.xchng (SXC)


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