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Asche

Eyjafjalla – dieser schwer zu schreibende und auszusprechende Name eines isländischen Vulkans ist in aller Munde, weil er seit letzter Woche unermessliche Massen an Vulkanasche in den europäischen Himmel schleudert. Sie ist bei uns zwar kaum sichtbar, birgt aber wohl derartig große Gefahren für Flugzeuge, dass Regierungen den Flugverkehr in weiten Teilen Europas vorsorglich entweder komplett, zumindest aber zu großen Teilen verboten haben.

AscheDie Medien überfluten uns mit Berichten über die Fülle an Auswirkungen, die dieses Naturereignis für Europa und den Rest der Welt hat. Ohne ein einziges Todesopfer beklagen zu müssen resultiert der Vulkanausbruch in strengeren Flugbedingungen und vielfach teureren Folgen als die Nachwirkungen des angeblichen, als 9/11 bekannt gewordenen, Terroranschlags. Die Lebensumstände von Millionen wurden über Nacht direkt verändert und weitere hunderte Millionen sind indirekt betroffen. Irgendwie ist es faszinierend wie etwas völlig ausserhalb menschlicher Kontrolle Liegendes des Menschen kontrollierte, oft hektische, voll durchstrukturierte, kanalisierte, wohlgeölte Maschinerie des Lebens und der Arbeit in absolutes Chaos stürzen kann. Erstaunlich, wie ein Vulkanausbruch auf einer fernen, wirtschaftlich unbedeutenden Insel im Nordatlantik finanziellen Ruin und wirtschaftliches Chaos auf internationaler Ebene verbreitet und menschliche Pläne, Logik und Logistik einfach so über den Haufen wirft. Wegen des steigenden finanziellen und wirtschaftlichen Drucks planen einige Länder das Flugverbot heute Abend (Tag 6) weitgehend aufzuheben. Aber niemand weiß, ob das Fliegen (noch) gefährlich ist oder nicht. So spielt der Mensch wieder einmal eine untergeordnete Rolle zu wirtschaftlichen Interessen.

Das erste Jahrzehnt dieses Jahrtausends ist bereits mit Naturkatastrophen (Tsunami, Erdbeben, Orkanen, usw.) und Mensch-gemachter Zerstörung gepflastert, was nicht nur Vielen das Leben kostete, sondern den Alltag für die Weltbevölkerung entscheidend verändert hat. So wurden wir z.B. im Zuge des so genannten Kampfes gegen den Terror fast unmerklich gezwungen, zunehmende Kontrollen und Einmischungen in unser Privatleben hinzunehmen. Und internationale Reisen werden wegen vermehrter und penibler Sicherheitschecks schnell zur Gedulds- und Nervenprobe. Die Triebkraft in all dem ist Furcht und Angst. Furcht, Angst und der resultierende Versuch die Finanzkrise der letzten drei Jahre unter Kontrolle zu bringen brachten uns Schuldenberge in ungeahnter und unkontrollierbarer Höhe, egal wie sehr wir das alles schönreden wollen. Und jetzt auch noch das: die Asche eines unkontrollierbaren Vulkans übt Kontrolle über das Leben vieler Menschen aus.

Wer die Zeichen der Zeit, wie Jesus es nannte, erkennt wird sicherlich die Gelegenheit nutzen um über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nachzudenken, sich hoffentlich neu auszurichten und nötige Veränderungen herbeizuführen. Denn egal wie gut, intelligent und vollständig wir auch planen und vorausschauen, der Herr behält in allem das letzte Wort (Sprüche 16:1), zumal alles in Ihm, und nicht in uns, zusammenhält (Kolosser 1:17)!

Aus eigener jahrzehntelanger internationaler Tätigkeit in der hektischen Wirtschaftswelt kenne ich den vielschichtigen Druck, der auf dem Einzelnen lastet. Nervenzusammenbrüche, körperliche und seelische Erschöpfung, etc. haben einige dazu gebracht, ihr Leben zu “entschleunigen” und/oder eine Auszeit zu nehmen um sowohl ihre Gesundheit als auch den Verstand zu schützen. Im Allgemeinen ist der Mensch jedoch kaum bereit, einmal auch nur für zwei Tage aus dem stressigen Arbeitsalltag auszubrechen um sein Leben und seine Bestimmung zu überprüfen. Was viele bisher nicht bereit waren aus sinnvollen Gründen freiwillig zu tun, schaffte der Ausbruch dieses unaussprechlichen Vulkans über Nacht ganz einfach so: das bekannte Leben wurde unfreiwillig zu einem abrupten Stillstand gebracht.

Jesus ließ keinen Interpretationsspielraum zu als Er sagte: “[…] denn ohne mich könnt ihr nichts tun.” (Johannes 15:5, Revidierter Luthertext) Die Zeichen der Zeit, von denen der Herr sprach (z.B. Matthäus 24), mehren sich und deuten auf das Ende hin. Mögen wir daher gewarnt sein und geeignete Maßnahmen für unser eigenes Leben und unseren Einflussbereich auf andere einleiten, damit unser Leben nicht in “Asche”, also der Hölle, dem Raucherabteil der Ewigkeit, endet.

Bild: © stock.xchng (SXC)


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