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Schädliche Uneinigkeit

“Jesus … sagte ihnen: ‘Jedes Königreich, das in sich selbst uneins ist, wird verwüstet, und ein Haus uneins mit sich selbst wird stürzen.’” (Lukas 11:17, übersetzt G.H. aus NIV)

Idealerweise leben alle Menschen gehorsam nach Gottes Geboten und Prinzipien, im persönlichen Leben, der Familie, im beruflich wirtschaftlichen Umfeld, der Leitung in allen Gesellschaftsformen und auf allen Regierungsebenen. Das ließe nirgendwo Raum für Uneinigkeit. Die Realität lässt das jedoch nur als Traum erscheinen, zumal sich das Gros der Erdbevölkerung noch immer einen feuchten Kehricht um Gott schert und der Zustand dieser Welt daran zweifeln lässt, ob die Christenheit begriffen hat, was der Herr von ihnen will.

Schädliche UneinigkeitDie vielen Auseinandersetzungen und das Gezänk zwischen Interessengruppen, Parteien, religiösen Glaubensgruppierungen usw., egal auf welcher Ebenen und in welchem Kontext, sind ein Hinderungsgrund für Einheit und gesunden Fortschritt. Zu viele Wendehals-Leiter, die ihre Überzeugungen danach ausrichten, was ihnen in Organisationen, Komitees, Gemeinden, Dörfern, Städten, Regionen und Nationen eine Wahlmehrheit beschert, beeinflussen unserer Zukunft und betrügen ihre Wählerschaft.

Obwohl die Demokratie berechtigterweise der Diktatur vorzuziehen ist, wird sie doch allzu oft unkritisch als die beste Herrschaftsform angepriesen, auch unter Christen. Zwar hat die Demokratie (Regierung durch Mehrheitsvotum) keinen Platz in der Geschäftswelt, auch nicht in Aktiengesellschaften, wer sie jedoch als Gottes erwähltes Führungsinstrument in allen anderen Lebensbereichen hinterfragt muss sich auf Ärger einstellen. Nur, wo bitte ist denn der Unterscheid zwischen unserem demokratischen Bestreben überall auf der Welt in allen Lebensbereichen, und einem Königreich oder Haus, das mit sich selbst uneins ist, offenbart doch beides ein Zerwürfnis im Lager und damit lt. Jesus eine Brutstätte für Unheil?

Vor Jahren rechtfertigte ein amerikanischer Bibellehrer Demokratie als biblisch. Sein Argument? Vater, Sohn und Heiliger Geist würden in reinster Form stets ganz und gar übereinstimmen. Eine fragwürdige Logik, gibt es doch keine einzige Schriftstelle, die Diskussion, Argumentation und Wahlprozess zwischen den Dreien offenbart um zu einer demokratischen Entscheidung zu gelangen. Im Gegenteil. Apostelgeschichte 1:7b verrät, dass Gott autark ist und aufgrund eigener Entscheidungen, Autorität und Macht handelt. Der Heilige Geist richtet sich nach Gottes Anweisungen (Johannes 16:13). Und Jesus hinterließ eine überwältigende Beweislast, dass selbst Er nur in Gehorsam zum Vater erfolgreich handeln konnte (Johannes 5:19+30+43, 8:28-29+38+55, 9:4, 10:18, 12:49, 14:10+31, 17:2-8).

Warum also ergeben sich Gläubige dann so einfach in den Status Quo einer durch Mehrheitsvotum gestalteten Lebensform als wäre es unabänderlich? In Lukas 11:17 sprach Jesus von ‘wird’ und nicht von ‘könnte’. Unabänderlich ist also nur die durch Uneinigkeit im Lager hervorgerufene Zerstörung, also per Definition auch in Demokratien! Die Christliche Demokratische Partei (der Name ist ein Widerspruch in sich selbst) bietet aktuell ein typisches Beispiel. Mit Stolz wurde in Niedersachsen eine Muslima als Ministerin für Soziales und Integration präsentiert. Ihr erster Aktionspunkt? Verbannung der christlichen Symbole aus allen öffentlichen Schulen! Na super. Vielleicht ist die Verwässerung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner mit der Welt doch nicht Gottes bevorzugte Gangart für die Gläubigen?

Jesus jedenfalls suchte nie danach, nicht mit der Welt, den Religionen oder Konfessionen. Warum also tun wir es? Sollten wir nicht in Seinen Fußstapfen wandeln (Matt. 16:24, Markus 8:34, Lukas 9:23, 14:27) und Sein Beispiel nachahmen (Joh. 13:15, 15:10, 1. Kor. 11:1)? Christus machte unmissverständlich klar: “Ohne mich könnt ihr nichts tun.” (Joh. 15:5) So sollte es auch nie darum gehen, was wir mögen, bevorzugen oder wollen, niemals um eine Mehrheitsentscheidung in Angelegenheiten, sondern immer um Gottes Plan und Absichten, für uns persönlich und als Gemeinschaft, also unsere Auslieferung in den Willen des Herrn, so wie Jesu gipfelnde Auslieferung in den Willen Gottes in Gethsemane (Matt. 26:42)

Als Gemeinschaft der Gläubigen werden wir mit einem Leib verglichen. Der Leib funktioniert jedoch nicht auf Basis eines Mehrheitsvotums der Glieder! Der Kopf gibt Anweisungen und die Glieder gehorchen und ergänzen sich. Genauso sollten wir uns an die Anweisungen unseres Herrn halten anstatt die klare göttliche Wahrheit auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einer gottlosen Welt zu verwässern, denn das wäre ein Zeichen schädlicher Uneinigkeit, also Brutstätte für Unheil. Lieber sollten wir für das eintreten, was göttlich, richtig und biblisch ist, immerzu und überall, egal was passiert!

Bild: © stock.xchng (SXC)


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