CKB Blog

Corporate Blog der Christlichen Kooperationsbörse

Die schleichende Enteignung der Sparer

Der Staat drückt mit Hilfe der Europäischen Zentralbank die Zinsen für Sparer künstlich nach unten. Auf diese Weise kann er sich günstig Geld leihen. Das erleichtert die Rückzahlung der oft noch hochverzinsten Altschulden.

Die schleichende Enteignung der SparerAußerdem lässt er gleichzeitig die Inflation steigen. Das Ergebnis ist ein negativer Realzins – Zinsanleger, Lebensversicherte und Riester-Sparer bezahlen die Zeche.

Wie dieser Enteignungs-Trick funktioniert, zeigt ein aktuelles Rechenbeispiel: Der Zins für eine Bundesanleihe (Laufzeit zehn Jahre) liegt derzeit bei 2,95 Prozent, etwa ein Viertel davon frisst die Abgeltungsteuer – und die verbleibenden knapp 2,2 Prozent Rendite gleichen nicht einmal mehr die deutsche Inflationsrate von gut 2,3 Prozent aus (im Euroraum liegt die Inflation sogar bei 2,7 Prozent).

Immer wieder nutzten beinahe bankrotte Staaten in den vergangenen 70 Jahren Mini-Zinsen und Maxi-Inflation, um sich zu entschulden, resumiert eine Untersuchung der renommierten US-Wirtschaftswissenschaftlerin Carmen Reinhart.

So baute etwa Großbritannien nach 1947 seine enorme Staatsverschuldung von 270 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf nur noch gut 50 Prozent in den 70er-Jahren ab.

Einen großen Teil der Last trugen, so Carmen Reinhart, die Sparer. Die Ökonomin brandmarkt diese Form der Enteignung durch den Staat als „Finanz-Unterdrückung“ („Financial Repression“) – ein Begriff, den man sich merken sollte. Von der Finanz-Unterdrückung zur Zwangs-Enteignung, der sich niemand entziehen kann.

Auch nicht die Großanleger. Denn der Staat kann selbst Banken und Versicherungen quasi dazu zwingen, ihm weiterhin seine zu niedrig verzinsten Anleihen abzunehmen. Die neuen internationalen Finanzregeln belohnen Investoren, die Staatspapiere kaufen – sie brauchen dann in ihren Bilanzen keine Rücklagen zu bilden.

Von Seiten der Christlichen Kooperationsbörse empfehlen wir bei aller gewogener Spartätigkeit für Sie selbst, einen Großteil Ihres Kapitals in das Reich Gottes zu investieren.

Das kann zum einen durch Spenden in Christliche Organisationen erfolgen, die sie z.B. in der Christlichen Kooperationsbörse finden, aber auch durch die Bereitstellung von Investitionskapital über Organisationen wie die F.B.G (Firmen fördern nach biblischen Grundsätzen) www.fbg-eg.de.


Stichworte zu diesem Artikel: ,

...

...