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Schuldenkrise bedroht Versicherer

Nach Ansicht der europäischen Aufsichtsbehörde EIOPA (European Insurance and Occupational Authority) ist die Schuldenkrise in Europa derzeit der größte Risikofaktor für die Assekuranz.

Auch das niedrige Zinsniveau könne auf Dauer zum Problem werden. Die Finanzstärke der Versicherer hingegen hat sich im letzten Halbjahr leicht verbessert. Die EIOPA hat ihren halbjährlichen Bericht zur Finanzstabilität von Erst- und Rückversicherern sowie Pensionsfonds veröffentlicht.

Probleme sieht die EIOPA bei der Einhaltung der garantierten Leistungsversprechen, sollte das niedrige Zinsniveau noch für einen längeren Zeitraum anhalten.

Insbesondere in Zusammenhang mit Kurseinbrüchen am Aktienmarkt benennt sie dieses als derzeit größte Herausforderung für die Assekuranz.

Auch ein rasches Ansteigen des Zinsniveaus könne eine destabilisierende Wirkung haben, insbesondere für die Lebensversicherung. Insgesamt sei die Branche aber so gut aufgestellt, dass sie diesen Risiken begegnen könne, betont die EIOPA.

Ähnlich positiv wird die Lage bei den Rückversicherern gesehen. Obwohl in 2010 bedeutende Naturkatastrophen das Geschäft beeinträchtigten, habe sich die Finanzlage verbessert.

Die beiden verheerenden Erdbeben in Japan und Neuseeland bewertet die EIOPA nicht so dramatisch wie die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München.

Diese ließ verlauten, dass schon jetzt nach den ersten sechs Monaten 2011 das teuerste Jahr aller Zeiten bei den Naturkatastrophen sei.

Bild: © stock.xchng (SXC)


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