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Austrocknung einer Steueroase

Austrocknung einer SteueroaseEndlich soll mit einem neuen Steuerabkommen Vermögen in der Schweiz nachversteuert und damit legalisiert werden. Der deutsche Staat verspricht sich von dieser Regelung Milliarden EUR Mehreinnahmen.

Beide Länder einigten sich auf eine Besteuerung des Milliarden-Vermögens, das deutsche Steuerbetrüger in der Vergangenheit am Fiskus vorbei bei Schweizer Banken geparkt haben. Das am 10.08.11 in Bern unterzeichnete Abkommen sieht neben der Regelung für Altvermögen auch eine anonyme Abgeltungssteuer vor, die eidgenössische Banken für den deutschen Fiskus auf künftige Erträge erheben. Das Abkommen könnte nach bisherigen Plänen beider Seiten Anfang 2013 in Kraft treten.

Konkret soll nach Angaben deutscher Regierungskreise bisher illegal angehäuftes Schwarzgeld deutscher Kapitalflüchtlinge pauschal nachversteuert werden – zu Steuersätzen zwischen 19 und 34 Prozent. Schweizer Banken verpflichten sich, zunächst eine Vorauszahlung von zwei Milliarden Schweizer Franken (aktuell gut 1,9 Milliarden Euro) an Deutschland zu überweisen.

Diese Summe wird dann mit Einnahmen aus der Nachversteuerung verrechnet. Mit dieser Zahlung an Deutschland wären die Steuerschulden von Schwarzgeld-Tätern aus der Vergangenheit erledigt und das bisher illegal beiseite geschaffte Vermögen legalisiert. Für künftige Kapitalerträge in der Schweiz müssen deutsche Anleger eine Abgeltungssteuer entrichten.

Sie ist mit 26,375 Prozent genauso hoch wie die in Deutschland fällige Ertragsbesteuerung einschließlich „Soli-Zuschlag“. Wie bei der Nachversteuerung wird auch hier das Geld ohne Namensnennung anonym nach Deutschland überwiesen.

Leider gab es zu keiner Zeit belastbare Angaben über die Schwarzgeldguthaben. Doch man kann sicherlich davon ausgehen, dass die realen Zahlen der Vergangenheit um ein Wesentliches höher ausfielen, als die jetzige Vorauszahlung. Schätzungen zufolge sollen deutsche Anleger zwischen 130 und 180 Milliarden Euro illegal in die Alpenrepublik geschleust haben.

Von Seiten der Christlichen Kooperationsbörse begrüßen wir diese Regelung, da sie die Ungleichbehandlung reicher Steuerflüchtlinge gegenüber treuen Steuerzahlern in Deutschland beendet.

Bild: © stock.xchng (SXC)


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