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Corporate Blog der Christlichen Kooperationsbörse

Kooperation statt Konkurrenz 3

Es ist immer wieder das Bild des Vogelschwarms, was mir bei diesem Thema durch den Kopf geht. Folgend finden Sie eine Anwendung von Auszügen der Wikipedia Definition des Schwarmverhaltens auf die Christliche Kooperationsbörse.

Schwarmverhalten wird dort als das Verhalten von Fischen, Vögeln, Insekten und anderen Tieren bezeichnet, die sich zu Aggregationen von Individuen – meist gleicher Art und Größe – zusammenzuschließen. Unter Aggregation versteht die Verhaltensforschung einfache Ansammlungen von Tieren, die ohne soziale Bindung durch Einflüsse der Umwelt entstehen – etwa an Tränken. Die Tiere lernen sich in eine gemeinsam Richtung zu bewegen. Vorteile der Schwarmbildung sind die gemeinsame Nahrungssuche und der bessere Schutz vor größeren Feinden, z.B. durch gemeinsame Wachsamkeit. Bei Computersimulationen von Schwärmen konnte man drei Regeln für die Individuen definieren:

  1. Bewege dich in Richtung des Mittelpunkts derer, die du in deinem Umfeld siehst (Kohäsion).
  2. Bewege dich weg, sobald dir jemand zu nahe kommt (Separation).
  3. Bewege dich in etwa in dieselbe Richtung wie deine Nachbarn (Alignment).

Kooperation statt Konkurrenz 3Als Folge dieser Regeln auf Individuenebene ergibt sich eine Gesamtstruktur, nämlich der Schwarm. Man spricht von Emergenz, der spontanen Heraus-bildung neuer Eigenschaften oder Strukturen auf der Makroebene eines Systems infolge des Zusammenspiels seiner Elemente. Dabei lassen sich die emergenten Eigenschaften des Systems nicht – oder jedenfalls nicht offensichtlich – auf Eigenschaften der Elemente zurückführen, die diese isoliert aufweisen Interessant auch, dass man in einem EU-Forschungsprojekt herausgefunden hat, dass sich die Vögel an sieben Nachbarvögeln ausrichten, was der höchsten Zahl entspricht, die Vögel unterscheiden können. Generell halten sie mindestens eine Flügelspanne Abstand zueinander. Richtungsänderungen des Schwarms erfolgen nicht unbedingt von der Schwarmspitze: Sondern jedes Individuum kann eine Richtungsänderung hervorrufen und der ganze Schwarm organisiert sich hierdurch um. Im Falle der Annäherung eines Greifvogels verdichtet sich der Schwarm, um das Anvisieren eines Individuums zu erschweren. Manchmal wird sogar der Greifvogel vom Schwarm so eingeschlossen, dass dieser sich flugunfähig abfallen lassen muss.

Geistliche Übertragung:
Der aus meiner Sicht große Vorteil der Christlichen Kooperationsbörse, der sie langfristig überlegen macht gegenüber vielen anderen Netzwerken ist, dass wir genau diese gleichen oder ähnlichen Arten bei uns finden, zunächst einmal die gemeinsam Art von Firmen (und nicht Privatpersonen) und dann noch in etwa gleicher Art und Größe, mit Menschen eines Geistes, die sich gerne zusammenschließen möchten, obwohl sie sich bisher nicht kennen. Aber auch wir erahnen die Notwendigkeit, wir spüren Sie, angesichts der „Umwelt“ – und wir suchen alle die Tränke, oder wie es fromm gesprochen besser heißt, „die Quelle aus der lebendiges Wasser fließt“. Muß die gemeinsame Richtung wirklich noch gefunden werden? Oder sind wir schon auf dem gemeinsamen Weg ohne es zu wissen. Wohin müssen wir alle gleichermaßen? Wenn JESUS Weg, Wahrheit und ewiges Leben ist, ist er nicht dann schon unsere Richtung, sind wir dann nicht doch schon in einer gemeinsamen Richtung unterwegs?

Der Vergleich mit der gemeinsamen Nahrungssuche, für uns dem Teilen von Aufträgen und dem Denken an den Anderen erscheint nicht schwer, und auch die gemeinsame Abwehr eines größeren Feindes brauch nicht näher erläutert zu werden. Die gemeinsame Wachsamkeit ist hierbei eine interessante Aufgabenstellung für jeden Netzwerkbeteiligten. Interessant auch die 3 Regeln:

  1. Diesen Schritt hat schon jeder vollzogen, der sich bei der Christilchen Kooperationsbörse angemeldet hat
  2. Um Kollision zu vermeiden, oder die Individualität zu wahren ist es auch nicht schädlich, sie wieder etwas zu distanzieren
  3. Aber die gemeinsame Richtung, die sollten wir beibehalten, und den Nachbarn dürfen wir dabei nicht aus dem Auge verlieren

Somit könnte man sagen, dass wir uns als Teilnehmer der Christlichen Kooperationsbörse schon in einem gemeinsamen Schwarm befinden. Möglicherweise wissen wir deshalb nicht, dass wir auf einem gemeinsamen Weg unterwegs sind, weil der Abstand zu Nachbarn (ein Flügelschlag), bei uns zu groß ist, oder die 7 Nachbarvögel gar nicht da sind (Firmengebetskreis). Doch dies ist aus meiner Sicht auch für uns christliche Unternehmer unabdingbar, um eben nicht im Alleinflug vom Greifvogel erwicht zu werden, sondern damit wir uns verdichten/ zusammenhalten können, wenn mal wieder der Angriff eines Greifvogels droht.

Bild: © stock.xchng (SXC)


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